Pressemitteilung

BTC hat die Umstellung auf das neue GIS Trinkwasser beim OOWV erfolgreich abgeschlossen

  • Einführung von zukunfts- und investitionssicherer GIS Technologie
  • Erfüllung sehr hoher Qualitätsanforderungen an die GIS Daten
  • Optimierung von Netzberechnungen
  • Optimierung der mobilen Prozesse mit Hilfe von GIS


Oldenburg, 2. Juni 2021

Die BTC AG hat die Modernisierung des Geografischen Informationssystems (GIS) beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband OOWV aus Brake in der Rolle des Generalunternehmens durchgeführt. An ihrer Seite standen ihre Partner Geocom Informatik GmbH by VertiGIS, ein erfahrener Hersteller der Netzinformations-Systemlösung GEONIS für die Energie- und Wasserwirtschaft, sowie Esri als Weltmarktführer für innovative GIS Technologie.

Einen ersten Teil des umfassenden Migrationsprogramms beim flächenmäßig größten Trinkwasserversorger Deutschlands hat das Projektteam nun mit Bravour abgeschlossen. Ende 2015 hatte der OOWV mit der BTC AG vereinbart, das veraltete Geoinformationssystem abzulösen und die umfangreichen Daten in das zukunftsfähige GIS zu überführen. Im ersten Schritt widmete sich das Programm – aufgeteilt in mehrere Phasen – der Trinkwasser-Sparte. Mit der GIS-Umstellung, bestehend aus Datenerfassung und Fortführung, Web-Planauskunft im Büro und mobiler Lösung im Feld, steht jetzt der Weg offen, das große Potential der modernen GIS-Lösung für die weitere Digitalisierung der Wasserversorgung zu nutzen. Ziel war es, eine weitsichtige Lösung zu positionieren, die in eine moderne IT Umgebung integrierbar ist, eine hohe Investitionssicherheit darstellt und durchgängig alle relevanten Prozesse unterstützt.

Sehr hohe Qualitätsanforderungen an die GIS-Daten

Dabei lag die größte Herausforderung des OOWV-Projekts darin, die historisch gewachsenen sehr detaillierten und mit spezifisch intelligenter Logik versehenen Grundriss- und Trinkwasserdaten des Wasserversorgers in das neue GIS (ArcGIS) zu transformieren. „Die von BTC konzipierte ‚Migrationsstraße‘ inklusive kontinuierlicher Tests machte es möglich, eine Datenübernahme in wenigen Wochen mit hoher Qualität durchzuführen“, so Uwe Reibiger, Projektleiter der BTC.

Optimierung für Netzberechnungen

Völlig neu – gegenüber dem Altsystem – ist heute die Qualität der veredelten Geodaten. Diese hat das Projektteam so verbessert, dass sie unter anderem auch für eine Netzberechnung verwendet werden können. Damit hat der OOWV die Möglichkeit, eine wirtschaftlich optimale Dimensionierung und Planung neuer Trinkwasserleitungen vorzunehmen.

Effizientere Zusammenarbeit mit Vertragspartnern und höhere Servicequalität für Kunden

Mit der Einführung der neuen GIS-Technologie und der Transformation der Leitungsnetzdaten ist der OOWV vorbereitet – auch mit Hilfe der geplanten internetbasierten Planauskunft –, sowohl die Zusammenarbeit mit Vertragspartnern als auch die Servicequalität gegenüber Kunden zu optimieren.

Mobile GIS-Lösung für Monteure

Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist der Aufbau einer mobilen Lösung: Mit Hilfe der mobilen Anwendung erhalten die Monteure „im Feld“ jederzeit Zugriff auf tagesaktuelle zentral gepflegte Daten. Die Lösung erlaubt eine durchgängige Digitalisierung – unter anderem der mobilen Prozesse des OOWV – und stellt damit eine große Unterstützung für die täglichen Arbeiten der Monteure dar.

Harmonisierung der verschiedenen GIS-Applikationen

Im Zuge der Transformation konnte BTC mehrere unterschiedliche GIS Applikationen modernisieren und vereinheitlichen – eine wesentliche Voraussetzung dafür, Medienbrüche zu minimieren und damit Fehlerquellen zu reduzieren. Die Durchgängigkeit (Desktop, Mobile, Web) ist ein wesentliches Kriterium beim Aufbau dieser modernen GIS Infrastruktur.

Fazit und Ausblick

Nun stehen dem OOWV die vielfältigen Möglichkeiten eines modernen Geoinformationssystems zur Verfügung. Stefan Schwanke, stellvertretender Geschäftsführer des OOWV, erklärt: „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Datenmigration unserer Trinkwassersparte in das neue GIS-System sind wir jetzt up to date und haben die Chance, viele weitere Mehrwerte zu schaffen.“ In der Planung ist die Umsetzung der internetbasierten Planauskunft sowie die Erweiterung des GIS für die Sparten Abwasser und Grundwassergewinnung.

Mit der technologischen Basis des ArcGIS von Esri ist sichergestellt, dass die vielfältigen Kundenanforderungen als auch die aktuellen technologischen Trends wie z. B. Internet of Things, Künstliche Intelligenz und Sensorik weitsichtig berücksichtigt sind.

Weitere Themen sind:

  • Integration von 360-Grad-Panoramabildern des Einzugsgebiets und der Straßen, die den Innendienst entlasten können,
  • Umsetzung einer digitalisierten Hausanschluss-Einmessung per Smartphone auf Basis von Augmented Reality.
Dr. Heinrich Tschochohei
Managing Director